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  Hat Gott Humor?

von Ingeborg Piechottka-Ruks


Der Priester Zadok hatte das Salbhorn aus dem Zelt mitgenommen und salbte Salomo. Hierauf blies man das Widderhorn und alles Volk rief: Es lebe König Salomo!
Nun zog das ganze Volk mit ihm hinauf. Dabei spielten sie mit Flöten und waren voller Freude, so dass bei ihrem Geschrei die Erde zu bersten drohte.

1. Könige, 1,40

Sie blieben drei Tage dort bei David, sie aßen und tranken, denn ihre Stammesbrüder hatten für sie gesorgt. Auch jene, die bis nach Issachar, Sebulon und Naftali hin in ihrer Nähe wohnten, brachten auf Eseln, Kamelen, Maultieren und Rindern Lebensmittel zum Unterhalt herbei: Mehl, Feigen- und Traubenkuchen, Wein, Öl und eine große Menge Rinder und Schafte; denn es herrschte Freude in Israel.
1. Chronik 12, 40-41

Ihr Gerechten jubelt vor dem Herrn, für die Frommen ziemt es sich, Gott zu loben.
Preist den Herrn mit der Zither, spielt für ihn auf der zehnseitigen Harfe!
Singt ihm ein neues Lied, greift voll in die Saiten und jubelt laut.
Psalm 33,1-3

So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude. Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott.
Psalm 43, 4



Viele Menschen stellen sich einen ernsten, strengen Gott vor. Ein Gott, der das Lachen und die Freude liebt, ist vielen Menschen – auch Christen – eher fremd.

Die Bibel beschreibt an zahlreichen Stellen, wie Menschen sich freuen und diese Freude durch Gesang, Musik und Tanz ausdrücken.

So feierten die Menschen bei der Krönung Davids zum König drei Tage lang "denn es herrschte Freude in Israel". (1. Chronik 12,41).

Auch bei der Salbung Salomos zum König wird diese Freude orientalisch laut erlebt: "Dabei spielten sie mit Flöten und waren voller Freude, so dass bei ihrem Geschrei die Erde zu bersten drohte". (1. Könige 1,40)

Gott bietet uns an, dass wir unser ganzes Denken und Fühlen einschließlich unserer Freuden und unserer Sorgen ihm anvertrauen dürfen. Bei Gott sind wir geborgen!

Die Freude des Herzens ist ein Gottes großes Geschenk an Sie und mich. Doch es fällt uns oft nicht leicht, uns von ihm das Lachen schenken zu lassen, das aus der Tiefe des Herzens kommt. Der Alltag mit seinen kleinen und großen Sorgen fordert uns. Wir erkennen häufig nicht, dass Gottes Bild von uns viel größer ist, als wir dies oft wahrnehmen. Gott hat uns mit Begabungen und Fähigkeiten ausgestattet, mit denen wir ihn aus ganzem Herzen loben können. Dankend können wir ihm unsere Lieder, unsere Bilder, unsere Gedichte, unsere sportlichen Fähigkeiten, die Freude an dem Genuss einer guten Mahlzeit, aber auch unsere heiteren Gedanken oder ein fröhliches Lächeln darbringen. Manchmal ist uns das Weinen näher als das Lachen. Gott ermutigt uns jedoch, die Freude in unserem Leben zu ergreifen. Das Geschenk unseres Lebens verdanken wir Gott. Mit unseren Gaben und Fähigkeiten können wir Gott für dieses Geschenk danken.

Wenn wir uns wie Kinder, selbstvergessen und voller Hingabe und Begeisterung an eine Tätigkeit hingeben, kann dies ein Abglanz der ewigen Freude sein, die uns die Bibel an zahlreichen Stellen erahnen lässt. Und Gott sieht uns vielleicht dabei zu und lacht ein wenig in sich hinein...



Psalm

Ich bin vergnügt
Erlöst
befreit
Gott nahm in seine Hände
Meine Zeit
Mein Fühlen Denken
Hören Sagen
Mein Triumphieren
Und Verzagen
Das Elend
Und die Zärtlichkeit



Was macht, dass ich so fröhlich bin
In meinem kleinen Reich
Ich sing und tanze her und hin
Vom Kindbett bis zur Leich

Was macht, dass ich so furchtlos bin
An vielen dunklen Tagen
Es kommt ein Geist in meinen Sinn
Will mich durchs Leben tragen

Was macht dass ich so unbeschwert
Und mich keine Trübsinn hält
Weil mich mein Gott das Lachen lehrt
Wohl über alle Welt

Hanns Dieter Hüsch

Mein Mutmach-Büchlein, Edition Sonnenweg, 5. Aufl., Aussaat Verlag, Neukirchen-Vluyn 2001
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